Im Sommer 1938 – die NSDAP hatte bereits die Macht übernommen – beschließt der Gemeinderat die Errichtung eines „weiblichen Arbeitsdienstlagers“ in Barwies oberhalb vom „Roller“. Es handelt sich hierbei um ein „Reichsarbeitsdienstlager für die weibliche Jugend“. Die etwa 38 bis 40 Mädchen aus allen Teilen des damaligen Großdeutschland – keine einzige Vorarlbergerin und 1 Tirolerin – waren hier interniert. In blauen Leinenkleidern, roten Kopftüchern und weißen Schürzen unterstützen sie die bäuerliche Bevölkerung, da die männlichen Arbeitskräfte ja in den Krieg eingezogen wurden.

In den frühen 50’er Jahren hausten in den Baracken die „Dörcher“ (Jenische, Karner).  Später gingen die Baracken in den Besitz der Gemeinde über und wurden schleunigst abgerissen.
Quelle: Mieming – Geschicht und Geschichten, Ingeborg Schmid-Mummert, Universitätsverlag Wagner

Heute erfreuen sich an diesem Ort jeden Sommer viele Menschen im Schwimmbad Barwies – eine gute Zeit.

Fotos: Chronik Mieming&Andreas Fischer

Andreas Fischer

Alle Beiträge

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.